29.05.2026 | Nachrichten

Nachhaltiges Parkhaus von GOLDBECK: Westerdijkgarage in Leiden

GOLDBECK hat 2023 im Leiden Bio Science Park in den Niederlanden die Westerdijkgarage für die Universität Leiden realisiert. Das nachhaltige Parkhaus setzt mit dem Blue Buildings Konzept auf Materialeffizienz, Biodiversität, Zirkularität und Nutzerkomfort. Auf dem Dach sorgen Photovoltaik, Begrünung, Kräuterpflanzen und Insektenhotels für einen ökologischen Mehrwert, während Versickerungsmulden das Regenwasser kontrolliert ableiten. So verbindet das Parkhaus nachhaltige Mobilität mit architektonischer Qualität und leistet einen Beitrag zur Infrastruktur von morgen.
Grünes Bürogebäude mit Solarmodulen auf dem Dach, umgeben von Rasenflächen und einem Parkplatz in städtischer Umgebung.

Nachhaltiges Parkhauskonzept: Blue Buildings

Strengere Klimaschutzvorgaben im Verkehrssektor sollen dabei unterstützen, nationale und internationale Nachhaltigkeitsziele zu erreichen. Der Beitrag, den jedes Parkhaus zur Erreichung dieser Ziele leisten muss, ist groß. Das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen GOLDBECK plant, baut und betreibt Parkhäuser mit Blick auf ihren gesamten Lebenszyklus. 

 

Mit den Blue Buildings schafft GOLDBECK Orientierung bei der nachhaltigen Realisierung von Parkhäusern. Ziel ist es, ökologische und soziale Qualität mit wirtschaftlicher Umsetzbarkeit zu verbinden. Bauherren sowie Architekten erhalten durch die vorkonfigurierten Blue Buildings konkrete Vorschläge und Maßnahmen und somit eine klare Entscheidungsgrundlage für eine nachhaltige Realisierung. Das Ergebnis ist ein Parkhaus, das aktuellen Nachhaltigkeitsstandards und Marktanforderungen entspricht. 

 

Beispiel für diese Herangehensweise ist das von GOLDBECK fertiggestellte Parkhaus Westerdijk im Leiden Bio Science Park, dem größten Life-Sciences-Cluster der Niederlande. Bauherr ist die Universität Leiden. Die Westerdijkgarage mit 430 Pkw- und rund 150 (Lasten-)Fahrradstellplätzen ist das erste Parkhaus, das GOLDBECK in den Niederlanden realisiert hat.  

Dachfläche mit Solarpaneelen und begrünten Bereichen aus der Vogelperspektive.

Photovoltaik und Dachbegrünung auf dem Dach

Das Dach als produktive fünfte Fassade

 

Das Parkhaus verknüpft infrastrukturelle Effizienz mit ökologischen und gestalterischen Anforderungen. Der Baukörper ist konsequent in den landschaftlich geprägten Kontext eingebettet. Zentrales Element dieses Ansatzes ist die Ausbildung des Dachs als produktive Ebene. Die fünfte Fassade wird nicht nur technisch genutzt, sondern ist zugleich Lebensraum: Neben einer Photovoltaikanlage mit 286 Modulen zur regenerativen Energieversorgung der Ladepunkte verbessern eine extensive Begrünung, Kräuterpflanzen und Insektenhotels das Mikroklima.  

Moderne Gebäudefassade mit vertikalen Lamellen vor blauem Himmel.

Fassade mit natürlicher Belüftung und Landschaftsmotiv

Auch die Fassadenlösung verbindet funktionale und gestalterische Aspekte auf prägnante Weise. Vertikal zur Gebäudehülle angeordnete, pulverbeschichtete Aluminium-Lisenen übernehmen sowohl die natürliche Belüftung des Parkhauses als auch die Ausbildung eines visuellen Erscheinungsbildes: Die Lisenen sind mit einem beidseitigem Schwarz-Weiß-Motivdruck versehen, der eine niederländische Landschaft mit heimischen Tieren zeigt. Je nach Perspektive ergeben sich unterschiedliche Motive. Das Prinzip der winkelabhängigen Wahrnehmung erzeugt eine dynamische Fassadenwirkung und transformiert die offene Parkstruktur in eine vielschichtige, atmosphärisch aufgeladene Gebäudehülle.

Materialeffizienz und Wassermanagement

Für ökologische Effizienz sorgt die systematisierte Bauweise von GOLDBECK: Sie spart 22 Prozent CO2 verglichen mit konventionellen Bauweisen ein. Die Parkhausdeckenplatten sind zum Beispiel mit einer Stärke von etwa zehn Zentimetern im Durchschnitt 28 Prozent schlanker als mit Ortbeton hergestellte Platten und verzichten auf Beschichtungen. Das erleichtert die Wiederverwertung am Ende der Nutzungsdauer. 

 

Das Parkhaus ist von Versickerungsmulden umgeben. Sie fangen Niederschläge auf, speichern diese kurzfristig und geben das Wasser durch Versickerung kontrolliert an die Umgebung ab. Das entlastet die Kanalisation. 

 

Die Westerdijkgarage fungiert nicht nur als Verkehrsinfrastruktur, sondern zugleich als landschaftlicher und biodiverser Baustein des Bio Science Park. Die architektonische und nachhaltige Qualität zeichnet das Gesamtkonzept aus. 

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