Schulbau: In 15 Monaten von Unterschrift bis Unterricht
Der Neubau ist Teil der langfristigen Strategie des Main-Kinzig-Kreises zur Modernisierung seiner Schulstandorte. Hintergrund ist der wachsende Raumbedarf der gymnasialen Oberstufe und die stark steigenden Schülerzahlen. Mit dem Projekt schafft der Kreis verlässliche Kapazitäten und stellt einen reibungslosen Unterrichtsbetrieb auch in den kommenden Jahren sicher.

Bau-Turbo durch Gesamtvergabe Planen und Bauen
Um das Projekt zügig umzusetzen, setzt der Kreis auf eine Gesamtvergabe Planen und Bauen. GOLDBECK übernimmt dabei alle Leistungen bis zur schlüsselfertigen Übergabe des Gebäudes. Das hohe Tempo basiert vor allem auf einem besonderen Vergabeverfahren, das unter dem begründeten Einsatz von Dringlichkeit und Wirtschaftlichkeit ein nicht festgezurrtes offenes Verfahren mit Bieter-Wettbewerb um Zeit, Qualität und Kosten ermöglicht hat. So konnte der Auftrag bereits kurz nach Beginn der Ausschreibung der Auftrag an GOLDBECK vergeben werden. Zwei weitere Schulvorhaben im Main-Kinzig-Kreis wurden bereits auf das gleiche Modell umgestellt.
Barrierefreier Neubau mit flexibel nutzbaren Lernräumen
GOLDBECK plant und realisiert das neue Oberstufengebäude mit vier Geschossen. Das Gebäude ist vollständig barrierefrei, ein Aufzug verbindet alle Ebenen. Im Erdgeschoss erhält das Schulgebäude einen Sockel aus Klinkerriemchen, die oberen Geschosse werden mit robusten Schichtstoffplatten verkleidet. Der Eingangsbereich wird durch eine großflächige Aluminium-Glas-Fassade betont, die einen offenen Blick in das großzügige Treppenhaus ermöglicht.
Im Inneren sorgen nichttragende Wände für flexible Grundrisse. Die Räume lassen sich so künftig ohne großen baulichen Aufwand an neue pädagogische Anforderungen anpassen. Ein farbliches Leitsystem und Wandgrafiken unterstützen die Orientierung. Im Erdgeschoss stehen die namensgebende Schriftstellerin Bertha von Suttner und ihr Wirken im Mittelpunkt. Wandmalereien greifen ihr Leben und ihr Engagement auf.
Fritz Rinderspacher, Leiter der GOLDBECK-Niederlassung Büro- und Schulgebäude Rhein-Main ordnet das Projekt ein: „Schulbauten brauchen heute flexible Strukturen, damit Gebäude über viele Jahre verlässlich funktionieren. Wir achten deshalb darauf, dass Räume wandelbar bleiben und sich an neue Lernformen anpassen können. Für uns zählt, dass eine Schule nicht nur zum Einzug passt, sondern mit den Schülerinnen und Schülern wächst und später ohne großen Aufwand weiterentwickelt werden kann.“

Nachhaltiges Energiekonzept geplant
Die Wärme- und Kälteversorgung erfolgt über eine reversible Luft-Wasser-Wärmepumpe, ergänzt durch eine zentrale Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung. Auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage, deren Auslegung sich an den Anforderungen des Effizienzhaus-40-Standards orientiert. Begrünte Dachflächen und ausgewählte Fassadenbereiche verbessern das Mikroklima und fördern die Artenvielfalt. Das Gebäude erfüllt die Kriterien für eine Zertifizierung durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen in Gold und des Effizienzhaus-40-Standard.
