28.01.2026 | Presseinformation

Nachhaltigkeit ist nicht „vorbei“: Goldbeck eröffnet neues Forschungszentrum in Hamm zur Dekarbonisierung von Beton

In seinem Betonfertigteilwerk in Hamm (Westfalen) eröffnete das europaweit tätige Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck am 27. Januar 2026 ein Forschungszentrum für Beton. Im Concrete Innovation Center forscht und arbeitet das Unternehmen vor allem an der Dekarbonisierung des Baustoffs. Durch die digitale und werkübergreifende Vernetzung von Wissenschaft und Startup-Ansätzen mit der realen Produktionsumgebung will Goldbeck mittelfristig Betonfertigteile mit Netto-Null-Emissionen ermöglichen.

Hamm, 28. Januar 2026. Beton ist weltweit der am häufigsten eingesetzte Baustoff. Gleichzeitig wird durch die Herstellung circa acht Prozent der globalen CO2 Emission verursacht. Im Concrete Innovation Center in Hamm entwickelt Goldbeck daher Lösungen für die Dekarbonisierung von Beton. Im Vergleich zu den CO2-Branchenreferenzwerten für Beton gemäß Concrete Sustainability Council wurden bereits signifikante Einsparungen von bis zu 35 Prozent erreicht. In den 2030er-Jahren will das Unternehmen Betonfertigteile mit Netto-Null-Emissionen produzieren – perspektivisch ohne Aufpreis. Langfristig kann der im Concrete Innovation Center entwickelte Beton sogar als CO2-Senke fungieren – das heißt, dass der Baustoff mehr Emissionen bindet, als er selbst freisetzt. Durch diese Entwicklung werden Neubauten strenge regulatorische Vorgaben wirtschaftlich erfüllen können und Unternehmen ihre Nachhaltigkeitsziele noch effizienter erreichen.  

 

Nachhaltiger Beton – wirtschaftlich und skalierbar 

 

Ein Baustein der Dekarbonisierung ist der Einsatz nachhaltigerer Zemente und Bindemittel. Zudem werden die Betonrezepturen, Mischkonzepte und Herstellverfahren optimiert, um den Zementgehalt signifikant zu reduzieren. Um dennoch eine gleichbleibend hohe Qualität sicherzustellen, werden Verfahren zur Beschleunigung der Aushärtung angewendet. Das ist vor allem für das serielle Bauen wichtig, weil Bauteile dann schneller weiterverarbeitet werden können. „Wer nachhaltiges Bauen wirklich voranbringen will, muss ganzheitlich auf das Gebäude über den Lebenszyklus blicken“, betont Jan-Hendrik Goldbeck, geschäftsführender Gesellschafter. „Im Concrete Innovation Center arbeiten wir an Verfahren, die im industriellen Maßstab und im Markt anwendbar sind. Wir entwickeln Lösungen für den wichtigsten Baustoff der Welt und bewegen somit einen Hebel, der auf globaler Ebene hohe Relevanz für die Dekarbonisierung hat.“

 

Forschung und Produktion zusammendenken

 

Das Concrete Innovation Center ist in seiner Ausrichtung einzigartig: „Hier bringen wir zusammen, was sonst nur getrennt voneinander betrachtet wird: Die Forschung am Baustoff, die Betonherstellung und die ‚normale‘ Produktion von Fertigbauteilen“, sagt Teamleiter Thomas Adams, der das Center hauptverantwortlich betreut. Erkenntnisse aus dem Labor werden unmittelbar in der Produktion erprobt. Die Ergebnisse wiederum bilden die Grundlage für die weitere Optimierung.  Von Hamm aus werden die Innovationen und Verfahren, die sich bewährt haben, laufend auf alle Werksstandorte ausgerollt. 

 

Das Werk mit dem neuen Concrete Innovation Center liegt in  der Nähe einer der wichtigsten Zementregionen in Deutschland. Das schafft vielfältige Synergien mit der Industrie vor Ort – zum Beispiel durch kurze Transportwege wichtiger Betonausgangsstoffe oder eine enge Zusammenarbeit mit Lieferanten. Durch Forschungsprojekte mit Universitäten will Goldbeck im Center den Dialog von Wirtschaft und Wissenschaft intensivieren. Start-ups, die nachhaltige Betonlösungen entwickeln, steht der Ort offen, um ihre Konzepte für die industrielle Anwendung weiter auszubauen. 

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