Nachhaltige Parkraumlösungen: Parkhäuser mit integrierter Photovoltaik
Seit über vier Jahrzehnten realisieren wir Parkhäuser und bringen unser umfassendes Know-how aus Bau und Betrieb kontinuierlich in die Weiterentwicklung moderner Parkraumlösungen ein. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Möglichkeit, auf Wunsch bauwerkintegrierte Photovoltaik (BIPV) als Fassadenelement zu installieren. Das Potenzial für die Energiewende ist enorm – gerade an Fassadenflächen, die bislang ungenutzt blieben und sich hervorragend für die Ausstattung mit PV-Anlagen eignen. Die Integration von PV-Modulen in die Fassadenstruktur stellt jedoch besondere Anforderungen an Brandschutz und Materialauswahl. Deshalb legen wir großen Wert auf eine sorgfältige Planung und eine Anpassung an die individuellen Gegebenheiten jedes Projekts.

Photovoltaik-Fassaden als Antwort auf neue Anforderungen
Während Solaranlagen auf Dächern längst etabliert sind, ist die Nutzung von Fassaden zur Stromerzeugung noch vergleichsweise neu. „Gerade wenn Dachflächen nicht ausreichen, können PV-Fassaden einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der Solarpflicht leisten“, erläutert Christopher Conrads, Produktmanager Parkhäuser bei Goldbeck. „Bislang war das vor allem aus brandschutztechnischen Gründen schwierig umzusetzen. Durch gezielte Systemoptimierungen bieten wir nun Lösungen an, die PV-Module als integralen Bestandteil der Fassade ermöglichen.“ Damit zählt GOLDBECK zu den Vorreitern, die Photovoltaik als festen Bestandteil der Parkhausarchitektur realisieren.

Nachhaltigkeit trifft Design: Architektonische Vielfalt durch PV-Fassaden
Photovoltaik-Fassaden eröffnen nicht nur neue Möglichkeiten für die Energiegewinnung, sondern setzen auch gestalterische Akzente. Sie lassen sich individuell an das architektonische Konzept anpassen und machen nachhaltige Bauweise sichtbar. „Mit unseren Lösungen schaffen wir architektonische Unikate, die Funktionalität und Ästhetik verbinden“, betont Conrads. Durch die vielfältigen Farb- und Ausrichtungsoptionen der Module eröffnen sich flexible Gestaltungsmöglichkeiten, die den kreativen Spielraum zwischen Funktionalität und Design erweitern. So lassen sich beispielsweise dreidimensionale Wellenstrukturen mit Photovoltaik-Modulen realisieren. Auf diese Weise wird nachhaltige Energiegewinnung elegant in die Architektur integriert – Gebäude werden nicht nur energieeffizienter, sondern auch optisch aufgewertet.

Wirtschaftlich und ökologisch: PV-Fassaden als Erfolgsmodell
Die Vorteile liegen auf der Hand: PV-Fassaden erzeugen erneuerbare Energie, die beispielsweise für E-Ladeinfrastruktur genutzt werden kann. „Solche Fassaden tragen dazu bei, die Betriebskosten zu senken, da sie einen Teil des Strombedarfs direkt vor Ort decken“, so Conrads. In Kombination mit PV-Anlagen auf dem Dach lässt sich dieser Effekt noch verstärken. Durch die geneigte Montage an der Fassade verfügen die Module zudem über einen natürlichen Selbstreinigungseffekt, was den Wartungsaufwand minimiert.
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Nachhaltige Architektur in Walldorf
Wie diese innovative Lösung in der Praxis aussieht, zeigt ein aktuelles Projekt in Walldorf: Im Auftrag von Dudoq Real Estate Süd entstand im DGNB-zertifizierten Quartier The Hub ein Parkhaus, das sowohl auf dem Dach als auch an der begrünten Fassade mit PV-Modulen ausgestattet ist. Rund 200 Stellplätze für Autos und Fahrräder – teilweise mit Ladeinfrastruktur – stehen den Mitarbeitenden der umliegenden Unternehmen zur Verfügung. Die Photovoltaik-Module sind so integriert, dass sie sich harmonisch in das Fassadendesign einfügen und gleichzeitig eine optimale Energieausbeute ermöglichen. Die Gesamtleistung der Anlage beträgt 184 Kilowatt-Peak.

